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Radfahrerverein Viktoria Niedereschach feiert sein 100-jähriges Bestehen (24.04.2010)
VON: BASTIAN KÖNIG, VP ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Mit einem kleinen Festakt für geladene Gäste in der Eschachhalle feiert der Radfahrerverein Viktoria Niedereschach am 24.April 2010 sein 100-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er am 4. Juni 1910. Der RV Viktoria mit Werner Pinther als erster Vorstand blickt auf ereignisreiche Jahre zurück. Vor 128 Jahren fuhr, laut Chronik, erstmals ein Fahrrad durch Niedereschach. Es war das Hochzweirad des Vöhrenbacher Schmieds Josef Schuler, der 1882 mit dem damals noch sensationellen Fortbewegungsmittel den Ort besuchte. Erster stolzer Radbesitzer Niedereschachs war 1884 der Fabrikant Karl Schütz. 26 Jahre später wurde der „Radfahrerverein Viktoria“ gegründet. Der erste Sportverein der Gemeinde. Für die ersten sportlichen Höhepunkte sorgte in den zwanziger Jahren Engelbert Hugger. Selbst langjähriger Vorstand, sammelte er als Radsportler bei vielen Rennen Titel und über 100 Sieger-Orden. An einem einzigen Renntag in Schramberg holte der Niederschacher Radsportpionier drei Einzelzeitfahrtitel über 1 Kilometer, 10 Kilometer und 180 Kilometer. Auch den Titel beim Einzelzeitfahren „Freiburg-Feldberg“ sicherte er sich. Ebenfalls dem Rennsport verschrieben hatten sich seinerzeit die Viktoria-Fahrer Gustav und Adolf Glatz.1939-1949 ruhte die Vereinsarbeit wegen des Krieges. In den Fünfziger Jahren sorgten Erich und Hubert Hugger, Engelberts Söhne, für eine Fortsetzung der Renntradition und errangen zusammen mit ihrem Radsportkamerad Hermann Dörflinger, der sich als wertvoller Mitstreiter den gefährlichen Sprintern in den Dienst stellte, viele Preise und Titel. Als „Grüne Teufel“ waren sie über den süddeutschen Raum hinaus berühmt-berüchtigt, fuhren zudem im nationalen Amateurkader und machten sich auch im Mannschaftsfahren einen Namen. Auf internationalen Startlisten stand hinter dem Herkunftsort meist „Stuttgart“ Das war im Ausland einfacher zu lokalisieren als „Niedereschach“. Wie bekannt sie damals waren, zeigt der Brief, der schlicht adressiert an „Hugger-Deutschland“ den Weg aus Jugoslawien in den heimischen Briefkasten fand. Größter Erfolg für Hubert Hugger war der Gewinn der Süddeutschen Berg- und Straßen-Meisterschaft 1950 in Wangen im Allgäu. Sein älterer Bruder Erich Hugger feierte 1951 in Fluorn den Meistertitel des württembergisch-hohenzollerschen Landesverbandes. Zur Glanzzeit des Vereins in den Fünfziger Jahren sollte eine Radrennbahn in Niedereschach gebaut werden, was aber letztlich am fehlenden Geld scheiterte. Mit dem Bau war bereits begonnen worden, da blieben die erwarteten Zuschüsse aus. Der Bau wurde gestoppt. Aber noch heute sind Teile der unvollendeten Bahn zu erkennen. Mangels Fahrer schlief der aktive Rennsport des RV ein und wurde erst wieder zur Saison 2005 aktiviert. Seniorenfahrer und Nachwuchstrainer Willi Haßler holte 2008 den Titel des baden-württembergischen Straßenmeisters der Senioren 4. U13-Seriensieger Patrick Haller sauste 2009 zum baden-württembergischen Zeitfahrtitel seiner Altersklasse, verließ aber, bedingt durch den Umzug der Familie nach Ingolstadt, inzwischen den Verein. Die „Hugger-Buben“ Urs und Jan, setzen die Familientradition in Niedereschach fort und fahren nun in der vierten Generation Rennen, die 2009 meist mit guten Platzierungen endeten. Für die Saison 2010 haben mit Lorenz Herbst, sowie Thomas und Manuel Marquardt drei weitere Nachwuchssportler Lizenzen gelöst. Der RV Viktoria ist auch im Jubiläumsjahr wieder Ausrichter eines Sparkassen-Nachwuchs-Cup-Rennens, einer Rennserie für Einsteiger, das für den 12.Juni 2010 geplant ist und hat eigene Fahrer ohne Lizenz am Start. Auch das alljährliche Rennen im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinde ist bereits vorprogrammiert. Die Hobbygruppen der „Montagsfahrer“, die von Mai bis Oktober mit Mountain- und Trekkingbikes gemütlicher in die Pedale treten, starten 2010 erstmals als AOK-Radtreff. Eine feste Größe in den einhundert Vereinsjahren ist nach wie vor das Korsofahren. Noch heute schmücken Vereinsmitglieder ihre Räder und nehmen bei diversen Festumzügen teil. Zurzeit zählt der Verein einhundertfünfzehn Mitglieder, davon über fünfzig Ehrenmitglieder und zu Saisonbeginn 2010 sechs aktive Lizenzfahrer. Mehr unter Der RSV Germania Sulzfeld 1906 e.V. trauert um sein Mitglied Herrn Franz MohrVON: DIE VORSTANDSCHAFT, RSV GERMANIA SULZFELD 1906 E.V. Er trat in den Radsportverein Sulzfeld ein, beteiligte sich aktiv am Vereinsleben und hielt dem RSV stets die Treue. Der Verein wird sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet am kommenden Freitag, 15.01.2010 um 13.00 Uhr auf dem Friedhof in Rinklingen statt. |
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